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12.01.2011: Augsburger segelten bei der Junioren-WM der 470er

Pressemitteilung
Augsburg/Doha, 23. Dezember 2010

Wir waren in Katar

Mit Rang 20 mussten sich die Augsburger Julian und Philipp Autenrieth (Bayerischer YC) bei der Junioren-Weltmeisterschaften in der olympischen 470er-Jolle in Doha/Katar zufrieden geben. Ihren Titel erfolgreich verteidigt haben dagegen die Franzosen Sofian Bouvet und Jeremie Mion. Beste Deutsche bei den Herren/Mixed (32 Teams) waren die Berliner Daniel Zepuntke und Dustin Baldewein auf Rang vier. Bei den Damen (16 Teams) gab es einen deutschen Doppelerfolg: Victoria Jurczok und Josephine Bach holten sich den Junioren-Weltmeistertitel vor Annika Bochmann und Anika Lorenz.

Der erste Tag begann für die Autenrieths mit einem schwachen Auftaktrennen (Platz 26) und einer erfolgreichen zweiten Wettfahrt: Als Zweite im Ziel - mit Abstand vor dem Hauptfeld - zeigten die Augsburger, was in ihnen steckt. Dann folgten drei Tage Pause. Am Nationalfeiertag segelte gar niemand - über der Bucht vor der Hauptstadt führte die katarische Luftwaffe Formationsflüge aus Anlass des Geburtstags des Emirs durch - und am folgenden Tag reichte der Wind nur für vier Rennen der Damen-Gruppe. Denn die zur Verfügung gestellten 40 Jollen reichten nicht für Damen und Herren gleichzeitig. Noch einen Tag später war nur Flaute, die Herren warteten an Land auf Wind. Nachmittags wurden einige Startversuche durchgeführt, die aber allesamt abgebrochen wurden. Erst vier Tage nach dem Auftaktrennen wurde es wieder richtig ernst für die Augsburger. Doch dieser Tag gehörte zu denen, wo man lieber im Bett geblieben wäre. Viermal auf die falsche Seite gesetzt, dazu zwei schlechte Starts, analysierte Philipp Autenrieth. Es resultierten die Plätze 20, 29, 12 und 22. Man konnte auf dem Wasser aber auch nicht erkennen, welche Seite die bessere ist, sagte Vorschoter Philipp. Das würde erklären, warum es auch bei anderen Teams zu außergewöhnlich schlechten Ergebnissen kam - nur nicht viermal hintereinander. Heute war einfach zum vergessen, hakten die beiden den Tag nach der Analyse mit dem Trainer ab.
Nun waren sie aber weit weg von ihrem Ziel, unter die ersten zehn zu kommen. Erst der letzte Regattatag (Mittwoch) brachte frischen Wind. Im Finalrennen kamen Julian und Philipp Autenrieth noch mal als Fünfte ins Ziel, was bei insgesamt sieben gesegelten Rennen zu Platz 20 führte.

Stärker als die Ergebnisse der Autenrieths waren die Eindrücke, die sie aus dem arabischen Emirat mit nach Hause nahmen. Die ganze Stadt ist ein Riesen-Baustelle, staunten die beiden Augsburger, die mit Landestrainer Robert Remus die Stadt und das Land, oder besser gesagt Ölfelder und die Wüste, erkundeten. Die Stadt wächst in die Höhe: 45 Stockwerke und mehr sind keine Seltenheit. Dass die Kataris stolz sind auf ihre Hauptstadt, ist bei den überfreundlichen Einwohnern deutlich zu spüren. Relativ neu ist auch ein riesiges Sport- und Trainingscenter mit Sporthallen, -plätzen und dem Fußballstadion. Das kann man gar nicht ablaufen, versucht Philipp die Dimension zu beschreiben. Zumal im Zentrum des Sport-Centers eine - wie sollte es auch anders sein - für deutsche Verhältnisse unermesslich große Shopping-Mall steht. Zwischen ungezählten Shops und Boutiquen ist sogar ein Rummelplatz mit Kart-Bahn, Riesenrad und Achterbahn – -im zweiten Stock-. Zwischen den Geschäften schlängeln sich Wasserstraßen mit Gondeln wie in Venedig, staunten die aus einer 2000 Jahre alten Stadt stammenden Segler über die moderne City in der Wüste.
Klar, dass die Entscheidung, die Fußball-WM 2022 an Katar zu vergeben, die Aufmerksamkeit der Augsburger erregte. An jeder zweiten Ecke hängt ein Bild mit dem Emir bei der Vergabe der WM an den kleinen Wüstenstaat am Persischen Golf. -Expect amazing- – erwarte Erstaunliches, ist einer der WM-Slogans, die an Transparenten vor den Baustellen hängen. Philipp ist überzeugt: -Das wird eine der besten Fußball-WMs, einfach weil hier Geld keine Rolle spielt!-
Bis zum Fußballplatz drangen sie erst beim zweiten Anlauf im Aspire-Sportcenter vor. Dort wird im Januar auch der FC Bayern sein Wintertraining abhalten. Die haben einen Rasen, der ist weicher als jeder Teppich, waren die beiden Segler schwer beeindruckt.

Nach den Weihnachtsferien geht es nun für Julian (18) um den Endspurt beim Abitur, Philipp (20) wird seine Bootsbauerlehre in Possenhofen fortsetzen.

Julian (links) und Philipp Autenrieth vor der Wüste von Katar
Die Autenrieths segeln sich vor der Skyline von Doha ein
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