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07.04.2011: Das Ultramarin-Opticamp 2011 – der Teamgeist weht durchs Seemoos!

Das Ultramarin Opticamp 2011 ist ein bisher einmaliges Projekt im WYC!  Aus verschiedenen Vereinen am See kamen 30 Kinder und Jugendliche um an dem Camp mit einem ungewöhnlichen Konzept in die Segelsaison zu starten. Mit H. Winchenbach/ Jugendtrainerin im WYC und den Assistenten C. Rebholz, P. Aggeler und K. Mehlig stand ein professionelles Team für das 1. Ultramarin-Opti-Camp bereit.
Die Idee dazu hatte Anian Schreiber. Auf seinem Weg von der Jugendabteilung  im WYC bis in den Nationalkader hat er selber erfahren, wie wichtig  die Förderung von Nachwuchs, Motivation und Vorbilder im Sport sind. Mit dem  Camp will er die Jugendarbeit im Verein aktiv unterstützen und aus seinen gemachten Erfahrung im Leistungssport neue Akzente einbringen.
Spaß, das gemeinsame Lösen von Aufgaben und das Erleben von Gemeinschaftsgefühl sollten dabei im Vordergrund stehen und spielerisch sollte dabei die Begeisterung und Motivation fürs Segeln geweckt werden. Ungewöhnlichen Aufgabenstellungen und Bewertungskriterien  der Mannschaftsarbeit ließen das Ultramarin-Opti-Camp  zu  einem -etwas anderen Segelevent mit Spaßcharakter- werden.
Das Trainerteam hatte für das Wochenende im Camp einen abwechslungsreichen Mix mit Spielen auf dem Wasser und an Land  und ungewöhnliche  Mannschaftsaufgaben ausgedacht.
Die jungen Segler waren noch zurückhaltend und sich gegenseitig noch fremd. Weil sie sich mit Namen noch nicht kannten,  redeten sie sich häufig mit dem Bootsnamen an. Gekonnt führte das Trainerteam die Neulinge durch dies Phase des Kennenlernens, steuerte die Mannschaftsbildung und stellte passende Teams zusammen.
Mit der ersten Mannschaftsaufgabe kam Bewegung in die Gruppe und das sprichwörtliche -Eis- kam zum Schmelzen. Die Mannschaften entwarfen eigene Logos, malten ihre Flaggen und es galt diese bei den verschiedenen Spielen an den Folgetagen immer parat zu haben, wollte das Team keinen Punktabzug kassieren.
Bei geradezu idealem Wetter starteten die Segler mit den Aktivitäten auf dem  Wasser und manche Bootsbesatzung bekam zu spüren,  dass die Wassertemperaturen noch nicht badetauglich waren. Im Wasser verteilt Tennisbälle wollten entdeckt und eingesammelt werden - viele Bälle brachen viele Punkte. Klingt ziemlich einfach, aber um dies zu erreichen galt es sich im Team über die Fahrtrichtung abzustimmen und auf Bälle zu einigen. Manche waren sich in ihrem Vorgehen schnell einig und sammelten schon fleißig, während in manchen Booten noch heftig  diskutiert oder gar gestritten  wurde und dabei die gestellte Aufgabe in Vergessenheit geriet.
Danach mussten  Partnerboote gesucht und diese miteinander zu einem Paket verknotet werden. Da wurde gerufen, beraten und gelacht und fast ganz nebenbei entwickelte sich im Seemoos ein Teamgeist und der Nachwuchs durchlief unbewusst  Lektionen im Teambuilding. Wieder an Land war auffallend, wie viele  Kinder sich inzwischen beim  Namen nannten und sich nicht mehr mit Bootsnamen riefen.
Im Programm des Camps gab es einen Extrateil für die Eltern. Sie sollten  wissen, wie wichtig ihre Unterstützung für die jungen Sportler bei Training und Regatten ist und aus dem Schattendasein als ständiger  Fahrdienst zu Trainings und Regatten herausgeholt werden. In gemeinsamen Kurzvorträgen bekamen Eltern und Segler  Informationen zu Ernährung im Training und bei Regatten und einen Ausblick auf das leistungsorientiere Segeln.
Der erste Tag im Camp ging viel zu schnell zu Ende.  Sportler, Eltern und das Betreuungsteam hatten viel Spaß  gehabt und waren gespannt, was der nächste Tag bringen wird.
Enttäuscht wurden zunächst die Erwartungen an das Wetter - Sonne und Wind verweigerten sich  und Regenwolken verhängten den Himmel am See. Schnell zeigte sich, hier waren Trainer-Profis am Werk  denen die  Unwägbarkeiten beim Segeln bekannt sind  und die kurzerhand Plan B aus dem Ärmel zauberten- vorsorglich hatten sie  in der Halle einen  gigantischen Parcours aufgebaut, der  dazu einlud durch verschiedene Aufgabenstellungen bewältigt zu werden.
Waren am Vortag das Kennenlernen und Miteinander im Boot und in der Mannschaft die bestimmenden  Themen, stand der Sonntag ganz im Zeichen von  sozialen Verhaltensweisen wie Vertrauen aufbauen, Rücksichtnahme und Kooperation.
Aus der Seglercrew  wurden -Blinde- und -Führer-- und es gab kein Spiel gegeneinander, sondern geübt werden sollte im Spiel das Miteinander.
Anstelle des Erfolgs durch einen Einzelsieg  konnten die Aufgaben nur durch  Kooperation und Zusammenarbeit gewältigt werden. Die -Blinden- mussten lernen Vertrauen zu entwickeln, die -Führer- sich ihrer Verantwortung für die Anderen bewusst werden.  Anschließend wurden die Rollen getauscht und so konnten die Teilnehmer von beiden Erfahrungen profitieren.  Die in diesem Parcours  erworbenen  Erfahrungen wie Übernahme von Verantwortung, Aufbau von gegenseitigem Vertrauen und gemeinschaftliches Handeln sind Voraussetzung  für ein gutes Miteinander in der Mannschaft und im Verein.
Bei der  abschließenden Runde Völkerball gaben die Camp-Teilnehmer nochmal Alles, was sie an  Gewandtheit, Treff- und Fangsicherheit, Ausdauer und Geschwindigkeit aufbringen konnten und hatten jede Menge Spaß dabei sich gegenseitig auszutricksen und sich zum Abschluss nochmals richtig auszupowern.
Mit diesem Wochenende ist ein gelungener Einstieg in die Saison der jungen Segler geglückt. Viele Kinder haben sich kennen und schätzen, sich zu vertrauen und zusammen zu halten  gelernt  und wer weis wo der Weg hinführt, wenn sie mit viel Spaß, Teamgeist  und Motivation zusammen bleiben und fleißig trainieren.

Opti-Camp
Segeln Tag 1
"Blinde" und "Führer"-Spiel
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