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Von Meistern und Gesellen: Richard feiert sein Comeback, Buhl dankt für „einmalige Chance“

Langenargen, 26. April 2013. Drei Wochen vor dem Startschuss zu Deutschlands bekanntester Matchrace-Regatta hat sich eine formidable Flotte für den Saisonauftakt der Alpari World Match Racing Tour formiert. Zwölf Teams aus acht Ländern kämpfen ab dem 16. Mai über Pfingsten vor mehr als 30.000 Zuschauern um den Großen Preis von Deutschland.

Sein Comeback feiert mit dem Franzosen Mathieu Richard die ehemalige Nummer eins der Weltrangliste. Der sympathische zweimalige Matchrace-Vizeweltmeister gilt als Geheimfavorit und hat sich für das Match Race Germany 2013 viel vorgenommen: „Ich weiß, dass wir gut sein können. Wir haben bei dieser Regatta schon einige Male das Halbfinale erreicht, aber noch nie gewonnen. Dieses Mal könnte die Zeit reif für einen Sieg sein.“ Mit neuem Sponsor will Richard in der Weltserie auch ohne Tour Card erfolgreich sein: „In diesem Jahr geht es um bestmögliche Ergebnisse. Im nächsten Jahr wollen wir nach der WM-Krone greifen.“ Der Auftakt ist ganz nach dem Geschmack Richards: „Wir lieben das deutsche Revier vor Langenargen. Vor allem, wenn die Sonne scheint... Die Regattabedingungen können bei leichtem Wind hart sein, aber wir mögen das!“

EUROPAMEISTER PHILIPP BUHL: PREMIERE FÜR DEN HOFFNUNGSTRÄGER

Bescheidene Ziele verfolgen Laser-Europameister Philipp Buhl, 49er-Weltcup-Sieger Erik Heil und ihr Youth America’s Cup-Team bei ihrer Matchrcae-Premiere. Die deutsche Mannschaft hat von den Veranstaltern eine Wild Card bekommen und kann nun im Wettkampf mit den besten Matchrace-Profis der Welt praktische Erfahrung in der Duelldisziplin des Segelsports sammeln, die ihr im Sommer beim Start im Youth America’s Cup zugute kommen könnten. Der olympische Hoffnungsträger Philipp Buhl sagt: „Für mich bedeutet diese Wild Card eine einmalige Chance, für die ich sehr dankbar bin. Das Match Race Germany ist ein Weltklasse-Event! Ich sehe die Teilnahme als wichtigen Baustein für meine generelle Karriere.“ Mit Blick auf sein Team sagt das 22-jährige Mitglied im Elite-Team der deutschen Segel-Nationalmannschaft Sailing Team Germany: „Wir werden in der Woche auf dem Bodensee viel, sehr viel über Teamkommunikation und Bootshandling lernen.“ Die mangelnde Matchrace-Erfahrung seiner Mannschaft ist Buhl bewusst: „Wir haben bislang nur wenig auf so großen Booten wie den Bavarias gesegelt und sicher nicht die Matchrace-Erfahrung der Profi-Skipper, aber wir werden uns bestmöglich vorbereiten und teuer verkaufen.“ Der junge Sportsoldat aus Sonthofen sagt: „Ich habe mich im Anschluss an den Weltcup vor Hyères zu einem Theoriekurs mit dem international erfahrenen Trainer Klaus Lahme verabredet. Wir versuchen so viel theoretischen Wissen anzuhäufen wie möglich, und es dann auf dem Bodensee umzusetzen.“

Zu Buhls Gegnern zählen keine Geringeren als der viermalige britische Matchrace-Weltmeister Ian Williams und sein Team GAC Pindar, die in dieser Saison WM-Titel Nummer fünf anpeilen. Dazu der schwedische Vizeweltmeister Björn Hansen und sein Hansen Sailing Team sowie die erfolgreichsten Duellsegler aus Australien, Neuseeland, Amerika, Schweden, Frankreich, Polen und Deutschland. Sie alle verbindet dasselbe Ziel: Sie wollen im Ringen um wertvolle WM-Punkte und rund 50.000 US-Dollar Preisgeld beim Publikumsmagneten auf dem Bodensee optimal in die Tour-Saison 2013 starten.

LANGENARGEN IST BEREIT FÜR DEN SEGELKLASSIKER

Dem WM-Feld angemessen, laufen die Vorbereitungen auf das große Sportereignis in Langenargen und im gastgebenden Yacht-Club Langenargen auch an Land auf Hochtouren. Das Regattadorf im Gondelhafen ist geplant und wird in den kommenden Wochen bis zum Startschuss errichtet. Der pittoreske Hafenort Langenargen nahe Friedrichshafen bietet mit seiner wunderbaren Südlage eine weite Aussicht über den Bodensee. Die Duelle der Besten werden direkt vor dem Ufer ausgetragen. Dabei bieten das im maurischen Stil erbaute Schloss Montfort und der 2500 Meter hohe schneebedeckte Säntis auf Schweizer Seite die prächtige Kulisse für die spannenden Duelle.

WELTPREMIERE: MEISTERPRÜFUNG FÜR DIE NEUE ADIDAS SEGEL-KOLLEKTION

Für ein abwechslungsreiches und außergewöhnliches Programm an Land sorgen an der Seite der Veranstalter auch die Partner im Match Race Germany 2013. Mit einer Weltpremiere kommt adidas Lizenznehmer Terrathree nach Langenargen: Die Lüneburger stellen ihre neue internationale adidas Segel-Bekleidungslinie, die in Zusammenarbeit mit dem dreimaligen Olympiasieger und America’s Cup-Gewinner Jochen Schümann entstand, erstmals vor großem Publikum in der Öffentlichkeit vor. Dabei zeigt adidas nicht nur mit den legendären drei Streifen Können und Charakter. Nach Adi Dasslers Motto „Nur das Beste für den Athleten“ haben die adidas Designer und Produzenten eine extrem funktionelle und gleichzeitig attraktive Produktlinie auf Basis modernster Fasertechnologien entwickelt. Dabei orientierten sich die Macher eng an den unterschiedlichen sportlichen Bedürfnissen von Jollen-, Matchrace-, Inshore- und Offshoreseglern, schenkten ihrem jüngsten Aktionsfeld aber auch trendige Outfits für den Landgang. Ob Segelschuhe namens „Grinder“ und „Bowman“, Goretex-Bekleidung in Vollendung, Windstopper- und Coldblack-Technologien oder Drirelease- und Freshguard-Funktionen: Die adidas-Ideen haben schon kurz nach der Markteinführung die internationale Segelszene gerockt. Was auch den herausragenden Kritiken zu verdanken war, die es vom britischen Olympia-Segelteam gab, das erste Teile der Kollektion bereits 2012 beim Heimspiel vor Weymouth mit glänzendem Erfolg testete. Beim Match Race Germany wird die neue adidas Segel-Kollektion im Regattadorf erstmals vor großem Publikum präsentiert und verkauft. „Wir freuen uns enorm auf die Begegnung mit den segelinteressierten und versierten Fans am Bodensee“, sagt Terrathree-Geschäftsführerin Anke Fochler, „wir sehen unsere Kollektion auf dem Top-Niveau, auf dem auch das Match Race Germany ausgerichtet wird. Wir haben Mitte 2011 mit der Entwicklung der neuen adidas Segellinie begonnen. Jetzt ist die Zeit der Meisterprüfung gekommen.“

PARTNER MIT KREATIVEN IDEEN UND VIEL MATCHRACE-LEIDENSCHAFT

Partner MHP präsentiert in Kooperation mit der Porsche AG einen Demonstrator des Projekts „Gläserner Prototyp“ auf dem Veranstaltungsgelände, mit dessen Hilfe Besuchern anschaulich und spannend die Anwendung von Informationstechnologie in der Automobilindustrie gezeigt wird. MHP ist bereits im dritten Jahr Partner des Match Race Germany. Senior Manager Jörg Dietrich sagt: „Die Regattaform des Matchracings erfordert einiges, das auch für uns als Prozess- und IT-Beratung enorm wichtig ist: ein harmonisch miteinander arbeitendes Team, hochwertiges Material – bei uns die Software – und perfekt ineinander greifende Prozesse. Als Spezialisten für die Automobilbranche haben wir außerdem großen Spaß an Dynamik, Taktik und Geschwindigkeit.“

   Darüber hinaus nutzt MHP den Mehrwert des Segelzentrums in Langenargen nachhaltig. Jörg Dietrich erklärt „Neben der Sichtbarkeit als Partner während der Regatta über Pfingsten nutzen wir die Plattform des Match Centers das ganze Jahr über für Kunden- und Mitarbeiter-Events auf dem Wasser. Mittlerweile war fast jeder unserer 850 Mitarbeiter einmal auf einem Segelboot auf dem Bodensee, hat am Ruder gestanden und eine Bavaria-Yacht gesegelt.“

   Das intern und extern verbindende Engagement endet im Match Race Germany nicht an Land. MHP begeistert sich auch für den Sport auf dem Wasser. Dietrich sagt: „Mittlerweile sind wir richtige Fans der Alpari World Match Racing Tour geworden. In diesem Jahr steht zum ersten Mal neben dem automatisch qualifizierten Deutschen Matchrace Meister Sven Erik Horsch aus Hamburg mit dem jungem Laser-Europameister Philipp Buhl und seinem deutschen Youth America’s Cup Team ein zweiter Deutscher mit einer Wild Card des Veranstalters am Start. Wir haben im letzten Jahr live mitverfolgt, wie der sehr junge Däne Joachim Aschenbrenner für Furore sorgte und gegen einige der Top-Mannschaften gewonnen hat. Wir hoffen, dass das deutsche Youth America’s Cup Team sich nicht versteckt, mit der richtigen Aggressivität und Selbstvertrauen in die ersten Duelle geht, ähnliche Erfolge feiern kann wie Aschenbrenner 2012 und die Round Robbin übersteht. Wie wir erfahren haben, wird auch der deutsche Americas Cup Gewinner und Olympiasieger Jochen Schümann die Regatten besuchen - das wird den jungen deutschen Segler sicher zusätzliche Motivation geben sich ausgezeichnet zu präsentieren.“


TEILNEHMER MATCH RACE GERMANY 2013
 
TEAMS MIT TOUR CARDS
1. Ian Williams, GBR, Team GAC Pindar, 4 x Weltmeister, Titelverteidiger
2. Björn Hansen, SWE, Hansen Sailing Team, Vizeweltmeister 2012
3. Phil Robertson, NZL, WAKA Racing, WM-Dritter 2012
4. Keith Swinton, AUS, Black Swan Racing, 4. Alpari WMRTour 2012
5. Pierre Antoine Morvan, FRA, Vannes Agglo Sail. Team, 6. AWMRT 2012
6. Taylor Canfield, ISV (Am. Jungferninseln),  Team USone, 7. AWMRT
7. Johnie Berntsson, SWE, Stena Sailing Team, 9. AWMRT 2012
8. Adam Minoprio, NZL, Team Alpari
 
ALS DEUTSCHER MEISTER QUALIFIZIERT:
9. Sven Erik Horsch, Hamburg, NRV
 
TEAMS MIT WILD CARDS
10. Mathieu Richard, FRA, French Match Racing Team, Ex-Nr. 1 WRL
11. Karol Jablonski, POL, Jablonski Racing Team, Weltmeister
12. Philipp Buhl, Sonthofen, Deutsches Team Youth America’s Cup

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