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25.05.2012: Erst Sommerbrise, dann Sturm und Gewitter

Spannende Duelle auf dem Bodensee: Morvan und Robertson gehen in Führung 

Langenargen, 24. Mai 2012. Sie kamen, sahen und siegten in ihren ersten drei Duellen der 15. Auflage des Match Race Germany. Der Weltranglisten-Dritte Pierre-Antoine Morvan und sein Vannes Agglo Sailing Team und Phil Robertsons neuseeländisches WAKA Racing Team sind zum Auftakt des deutschen Grand Prix auf dem Bodensee vor Langenargen das Maß der Dinge. In anspruchsvollen Leichtwind-Bedingungen fanden die fünf Franzosen und die fünf Kiwis den schnellsten Weg über den Kurs.
 
Das Hamburger Match Race Team um Skipper Jan-Eike Andresen dagegen wartet noch auf den ersten Sieg, verlor in der Sommerbrise alle drei Rennen gegen Morvan, Phil Robertson und das YANMAR Racing Team mit dem australischen Steuermann und viermaligen Weltmeister Peter Gilmour. Schmerzhaft war gleich die erste Niederlage im Match gegen Robertson, das Andresens Team nach starker Leistung mit nur vier Metern Rückstand im Ziel verlor. -Für uns ist es ein bisschen so wie für St. Pauli gegen Bayern München. Manchmal läuft es besser und manchmal eben schlechter…- Der 30-järhige Steuermann sagte am Abend: -Wir sind gut, aber nicht erfolgreich gesegelt. Das wollen wir in den kommenden Rennen ändern.-
 
Für -Hot Seat--Ehrengast André Schürle dagegen verlief der Tag brilliant. Als Formel 1-Pilot betreibt Schürle selbst einen Extrem- und Leistungsport im Team mit seinem Co-Piloten Sebastian Tietz und Wasserskifahrer Kurt Brooks aus London. Das Trio mit Namen -Team Germany Racing- aus Neckargemünd rast bei Eurocup-Rennen mit bis zu 160 Stundenkilometern übers Wasser. Der Europacup-Sieger 2011 im Formel 1 Wasserski Racing besuchte das Match Race Germany zum Auftakt und erlebte ein Duell mit der Crew von Peter Gilmour live an Bord.
 
-Gilmour geht an die Grenzen des Machbaren, das spürt man auch als Nichtsegler-, berichtete Schürle nach dem Rennen, -es war extrem spannend. Man braucht nicht immer Geschwindigkeit um herausragenden Sport zu erleben. Am meisten haben mich die perfekten Abläufe an Bord und die fast lautlose Kommunikation der Crew beeindruckt. Im Match Racing hat Perfektion offensichtlich einen sehr hohen Stellenwert. Aber beeindruckt hat mich auch die professionelle Organisation dieser Großveranstaltung an Land – ich hätte nicht gedacht, dass man in Langenargen eine solche Veranstaltung und ein solches Fest auf die Beine stellen kann.-
 
Aufgrund der drehenden Winde und der am Nachmittag aufziehenden Sommergewitter konnte Wettfahrtleiter Rudi Magg bis 17 Uhr nur neun Duelle absolvieren. Die Vorrunde sollte nach Möglichkeit noch am Abend fortgesetzt werden.
 
Bei strahlendem Sonnenschein erlebten schon zum Auftakt einige Tausend Zuschauer die ersten Duelle. Die Veranstalter erwarten angesichts der sonnigen Wetterprognose in den kommenden vier Tagen mehr als 30.000 Besucher im Langenargener Gondelhafen und möglicherweise sogar einen neuen Zuschauerrekord.
   
 
Zwischenstand nach Tag 1
(Die ersten sechs Teams haben jeweils drei Duelle absolviert)
 
1.  Piere-Antoine Morvan, Vannes Agglo Sailing Team, FRA; 3 Punkte
2.  Phil Robertson, Waka Racing, NZL; 3 Punkte
3.  Peter Gilmour, YANMAR Racing, AUS; 2 Punkte
4.  Eric Monnin, Team Okalys Corum, SUI, 1 Punkt
5.  Jan-Eike Andresen, NRV Match Race Team, Hamburg; 0 Punkte
6.  Simone Ferrarese, Ferrarese Sailing Team, ITA; 0 Punkte
 
Noch nicht gestartet:
Björn Hansen, Mekonomen Sailing Team, SWE
Keith Swinton, Black Swan Racing, AUS
Laury Jury, Team KiwiMatch, NZL
Staffan Lindberg, Alandia Sailing Team, FIN
Joachim Aschenbrenner, Team Trifork, DEN
Karol Jablonski, Jablonski Sailing Team, POL

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