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24.05.2012: Freies Training beendet: Die Ruhe vor dem Sturm

-Sonne satt- für das Match Race Germany
Shooting Stars jagen Gilmour & Jablonski 

 
Langenargen, 23. Mai 2012. Das freie Training ist beendet, das 15. Match Race Germany kann beginnen. 150 Flaggen, darunter auch die Nationalflaggen für die insgesamt zwölf teilnehmenden Teams aus zehn Ländern, wehten am Mittwoch in der sanften Brise im Langenargener Gondelhafen am Bodensee. Bei Sonnenschein und leichten Winden haben die Profi-Teams am Mittwoch ihre Trainingsrunden mit den Regattayachten vom Typ Bavaria 40S gedreht und sich mit den Eigenschaften der Boote vertraut gemacht.
 
-Wir haben heute eine gelungene Generalprobe erlebt-, sagte Veranstalter Harald Thierer, -als sich am Abend der Wind pünktlich zur Eröffnungsfeier auf Schloss Montfort ganz verabschiedete, war es wie die himmlische Ruhe vor dem stürmischen Start am Donnerstag. Man hat den Teams angemerkt, dass sie den ersten Startschuss in die Weltmeisterschaftssaison 2012 kaum noch erwarten können.-
 
Vor Langenargen wird es bei der ersten von insgesamt neun Regatten der Alpari World Match Racing Tour zum Kampf der Generationen kommen: Die Hälfte der Skipper ist unter 30, die andere Hälfte über 30 Jahre alt. Prominenteste Starter sind der viermalige Matchrace-Weltmeister Peter Gilmour und sein Team YANMAR Racing sowie der deutsch-polnische Matchrace-Weltmeister Karol Jablonski und sein Jablonski Sailing Team. Die beiden America’s Cup-Steuerleute trafen sich nach dem Training zum Gespräch. Der Australier sagte: -Den Jungen steht die Welt offen, aber sie dürfen nicht vergessen, dass Segeln ein Erfahrungssport ist und wir ein paar Messlatten für sie gesetzt haben.-
 
Peter Gilmour, Americas Cup-Sieger und Nummer 10 der Matchrace-Weltrangliste, ist mit 52 Jahren der älteste Skipper im Match Race Germany. Jüngster Starter ist der erst 18 Jahre alte Joachim Aschenbrenner aus Dänemark. Gilmour weiß: -Das da draußen ist eine harte Schule. Das ist kein Kinderkram mehr, sondern die Erwachsenenwelt. Der Übergang ist im Segelsport schwerer als beispielsweise im Tennis, wo die Spieler schon in ganz jungen Jahren in die Weltspitze vorrücken. Im Segelsport geht es um das gesammelte Wissen und dessen Anwendung.- Das weiß auch Karol Jablonski, der nach achtjähriger Pause erstmals wieder beim deutschen Grand Prix auf dem Bodensee startet: -Es wird sicher schwer für uns, aber ich glaube nicht, dass ich das Matchen verlernt habe.- Gilmour pflichtet ihm bei: -Karol ist siebenmaliger Eissegel-Weltmeister, Matchrace-Weltmeister und ein erfahrener America’s Cup-Steuermann. Er bringt einen enormen Wissensschatz mit nach Langenargen, ist nie zu unterschätzen.-
 
Beide Top-Steuerleute, Gilmour und Jablonski, messen auch dem psychologischen Faktor im Match Racing große Bedeutung bei. Gilmour sagt: -Die Psychologie spielt eine Hauptrolle in diesem Spiel. Gerade Leichtwindreviere wie der Bodensee fordern starke Nerven. Leichte Winde sind, was die Mannschaften am meisten fürchten, weil sie schnell Frustrationen auslösen können, die wiederum zu Fehlern führen. In so anspruchsvollen Umständen erreichen Teams wohl etwa 70 Prozent ihres Leistungsvermögens. Wer es dann auf 75 Prozent bringt, kann schon der Sieger sein.- Peter Gilmour hat das Match Race Germany auf diese Weise bereits dreimal gewonnen. Auch zuvor errungene Erfolge, so Gilmour, seien ein Bonus: -WM-Titel verschaffen Respekt, haben also auch einen Effekt auf die Duelle.- Ginge es nur danach, stünden Gilmour und Jablonski bereits im Finale.
 
Doch die nächste Generation hat die Startblöcke längst verlassen und blickt den Begegnungen mit den Giganten der Duelldisziplin hoch motiviert und ohne Scheu entgegen. -Gegen Pierre-Antoine Morvan habe ich zuletzt beim Sopot Match Race verloren-, räumt Jablonski ein, der in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag feiern wird, -der Franzose und sein Team bilden eine ganz starke Einheit und zählen hier auf dem Bodensee sicher zu den Favoriten.-
 
Die Wetterprognose für das Match Race Germany ist viel versprechend. -Es gibt Sonne satt und Wind dazu-, sagt Harald Thierer, -mehr können wir uns für die Segler, unsere Partner und Zehntausende Besucher kaum wünschen.- Der deutsche Klassiker beginnt am Donnerstag ab 9 Uhr mit den ersten Duellen und endet am Pfingstmontag mit dem Finale und der Siegerehrung.

DIE TEILNEHMER 2012

1.   Piere-Antoine Morvan, Vannes Agglo Sailing Team, Frankreich
2.   Björn Hansen, Mekonomen Sailing Team, Schweden
3.   Keith Swinton, Black Swan Racing, Australien
4.   Phil Robertson, Waka Racing, Neuseeland
5.   Peter Gilmour, YANMAR Racing, Australien
6.   Laury Jury, Team KiwiMatch, Neuseeland
7.   Staffan Lindberg, Alandia Sailing Team, Finnland
8.   Simone Ferrarese, Ferrarese Sailing Team, Italien
9.   Eric Monnin, Team Okalys Corum, Schweiz
10. Joachim Aschenbrenner, Team Trifork, Dänemark
11. Karol Jablonski, Jablonski Sailing Team, Polen
12. Jan-Eike Andresen, NRV Team, Hamburg, Deutschland

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