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09.08.2011: Geschwister Stein - Finnland, Abiball und zurück

Die Geschwister Svenja und Max Stein waren auf einer größeren Segel-Tournee. Auf dem Plan standen diverse Welt- und Europameisterschaften. Das Duo kehrte jeweils als bester deutscher Akteur zurück.
Der Sommer hierzulande hat seinen Namen bislang kaum verdient. Da darf sich glücklich schätzen, wer dem wechselhaften Wetter zumindest für ein paar Tage entfliehen konnte. Insofern haben Svenja und Max Stein alles richtig gemacht, als sie sich auf ihre kleine Europatournee begaben. Die Ziele: Finnland, Kroatien und Frankreich. Dabei hat den segelnden Geschwistern ihr gutes Abschneiden jedoch noch mehr Freude bereitet als der Sonnenschein.
Svenja Stein nahm in Helsinki an ihrer ersten Europameisterschaft bei den Damen teil. Der 42. Platz in der Klasse Laser Radial war das beste Ergebnis einer deutschen Teilnehmerin - und das bei der Damen-Premiere. Entsprechend ist die Söflingerin mit ihrem Abschneiden -sehr zufrieden-. -Die Leichtwindbedingungen waren wie auf mich zugeschnitten-, sagt Svenja Stein. Weht einmal eine stärkere Brise, tut sich die 19-Jährige mit den größeren Segeln im Laser Radial noch etwas schwer. Ihre eher zierliche Figur ist dann von Nachteil.
Angesichts der Vorbereitung auf ihre erste EM ist das Abschneiden noch einmal besonders zu bewerten - auch wenn die deutschen Topseglerinnen im vorolympischen Jahr nicht an den kontinentalen Titelkämpfen teilnahmen. Statt Training war bei Svenja Stein Prüfungsstress angesagt. Für ihren Abiball flog sie übrigens extra von Helsinki nach Ulm. Das Ereignis wollte sich Svenja Stein nicht entgehen lassen. Der 30-stündige Ausflug schadete ihrem Abschneiden bei der EM jedenfalls nicht.
Nach dem Schulabschluss will Svenja Stein im Frühjahr mit dem Studium beginnen. Dabei ist ihr bei der Wahl der Universität deren Ruf wichtiger, als die Möglichkeit, am Studienort gute Segelbedingungen vorzufinden. Bevor sie aber mit ihrem Studium -International Business- beginnt, wird sie im Dezember noch an der Damen-WM im australischen Perth teilnehmen.
Bruder Max war gleich doppelt im Einsatz. Zunächst vertrat er Deutschland bei der Isaf-Jugend-WM der Segler. Der 17-Jährige belegte im kroatischen Zadar den 15. Platz unter 50 Teilnehmern. Die Wettkämpfe ähneln ein wenig den Olympischen Spielen, eröffnet wurde die WM mit einer pompösen Zeremonie. Das Besondere an dem Wettbewerb: In jeder Klasse darf pro Land nur ein Segler starten.
Zeit, sich auf dem Erfolg auszuruhen, hatte Max Stein nicht. Gerade einmal zwei Tage nach seiner Rückkehr aus Kroatien hieß es erneut Koffer packen - falls die dazwischen überhaupt ausgepackt wurden. Das Ziel diesmal: La Rochelle in Frankreich. Dort fand die -reguläre- Jugend-WM statt, bei der pro Nation mehrere Teilnehmer die Segel hissten. Auf Rang 23 war Max Stein mit Abstand bester Deutscher.
Die Weltmeisterschaft war gleichzeitig auch die Europameisterschaft. Der 23. Platz in der Gesamtwertung bedeutete Rang 15 bei den kontinentalen Titelkämpfen. Vor allem die Tatsache, dass er sich nach einem 40. Platz in der Qualifikation unter den besten 80 Seglern noch um 17 Plätze nach vorne kämpfte, freute Max Stein.
Nun wird er sich erst einmal ein paar Wochen Pause gönnen. -Der letzte Monat war schon extrem anstrengend-, sagt Max Stein. Dann hat der Gymnasiast auch endlich Zeit, seine Sommerferien zu genießen. Bei dem derzeitigen Wetter dürfte es aber leicht fallen, nicht ans Segeln zu denken.

Max Stein
Max Stein - Jugend WM
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