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06.06.2014: Zum Geburtstag viel Glück: Richard und Guhle heimsen Geschenkpunkte ein, Weltmeister Williams führt souverän

Langenargen, 5. Juni 2014.  Das 17. Match Race Germany hat begonnen! Zum Auftakt von Deutschlands führendem Duellsegelklassiker haben der viermalige britische Weltmeister Ian Williams und sein Team GAC Pindar mit fünf Siegen in Folge souverän und ungeschlagen die Führung übernommen. „Heute war vor allem Konzentration gefragt. Das war in dem gleißenden Licht da draußen auf dem Bodensee das Wichtigste!“, sagte Williams am Abend nach einem langen Regattatag, der für die Profis mit dem ersten Briefing um 8 Uhr morgens begonnen hatte.
   Von den insgesamt 66 Vorrunden-Duellen haben die zwölf Teams aus elf Ländern am ersten Tag des Deutschen Grand Prix der Alpari World Match Racing Tour mehr als ein Drittel absolviert: In 27 Duellen schenkten sich die insgesamt 60 Segler auf dem Bilderbuchrevier Bodensee nichts.
   Der erste Wettfahrttag hatte in der leichten sommerlichen Brise mit Verspätung begonnen: Erst am Mittag konnte Wettfahrtleiter Rudi Magg vom Yacht-Club Langenargen die ersten Duellen starten. Dabei erwischten auch der Neuseeländer Phil Robertson und sein Team WAKA Racing, der Australier Keith Swinton und sein Team Alpari FX sowie der Schwede Björn Hansen und sein hansen Sailing Team mit jeweils drei Siegen einen guten Auftakt.
   Die sehr leichte Sommerbrise hatte es der Wettfahrtleitung und den Seglern nicht leicht gemacht. Sie mussten sich am Donnerstag auch in den Disziplinen Warten und Geduld üben.
   Mit dem Auftaktsieg über den amtierenden Matchrace-Weltmeister Taylor Canfield hatte Keith Swinton in seinem ersten Duell ein Ausrufezeichen gesetzt. Der Steuermann aus Down Under sagte: „Wir haben in den vergangenen Jahren auf diesen Booten nicht sehr gut gesegelt, aber sehr viel gelernt. Jetzt segeln wir etwas anders als zuvor. Wir haben ein paar Dinge wie unser Crew-Gewicht und den Bootstrimm verändert. Wir segeln jetzt als Team Alpari FX, haben gute Unterstützung im Rücken und sind absolut bereit für ein großes Jahr.“
   Aber auch Taylor Canfield, der 2013 im ersten Anlauf die Alpari World Match Racing Tour und die Weltmeisterschaft gewann, war mit seiner Auftaktbilanz zufrieden. „Heute war es von entscheidender Bedeutung, die Geschwindigkeit in den Booten und die Konzentration zu halten“, erklärte der 25-Jährige von den amerikanischen Jungferninseln, der diese Aufgaben mit seiner Mannschaft gut meisterte.
   Nicht alle, aber einige Geschenkpunkte zu ihren Geburtstagen heimsten Björn Hansens Crew-Mitglied Phillip Kai Guhle und LunaJets-Skipper Mathieu Richard ein. Guhle feierte seinen 33. Ehrentag mit drei Siegpunkten bei einer Niederlage, Richard seinen 38. Geburtstag mit zwei Punkten. Richard verlor aber auch drei Duelle und sagte: „Es lief so lala. Es war hart das draußen in den leichten Bedingungen. Aber segelbar und absolut fair. Manchmal fehlt nur ein Quentchen Glück. Wir werden die Rennen heute Abend mit unserem Coach analysieren.“ Und der ist kein geringerer als America’s-Cup-Steuermann Bertrand Pacé.
   Der Deutsche Matchrace Meister Carsten Kemmling und sein Segelreporter Team kassierten auf dem sommerlichen Bodensee drei Niederlagen in Folge, bevor sie das dänische Team um Nicolai Sehested besiegen konnten. „Stolz bin ich heute auf unsere Starts“, sagte Kemmling, „die Profis haben uns natürlich einiges an Routine voraus, aber wir hatten durchaus enge Situationen. Die Chance, hier auch das eine oder andere Duell zu gewinnen, die ist da.“ Im seinem vierten Duell des Tages hat er sie genutzt.
   Viel mehr vorgenommen als am Donnerstag ersegelt hatte sich der achtmalige Eissegel-Weltmeister Karol Jablonski. Der America’s-Cup-Steuermann und sein Jablonski Sailing Team mussten sich dreimal in Folge geschlagen geben, bevor er seine ersten Punkt sicherte. Schmerzhaft war besonders die Niederlage gegen Phil Robertson mit weniger als einem Meter Rückstand im Ziel. Erst in seinem vierten Duell kam der Pole mit deutschem Pass und dem Spitznamen „Weißer Hai“ zum ersten Sieg, bevor er sein fünftes Match wieder verlor.
   Die Vorrunde des deutschen Matchrace-Klassikers wird am Freitag fortgesetzt. Der Vorrunden-Sieger qualifiziert sich direkt für das Halbfinale im Match Race Germany. Die Teams auf den Plätzen zwei bis sieben ziehen ins Viertelfinale ein, an dessen Ende die besten drei Mannschaften das Halbfinale komplett machen. Das Finale um rund 50.000 Euro Preisgeld und wichtige Auftaktpunkte für die Tourwertung 2014 findet am Pfingstmontag statt. Zum Wochenende erwarten die Veranstalter rund 30.000 Besucher im internationalen Regattadorf im Langenargener Gondelhafen direkt am Bodensee-Ufer.

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