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17.08.2010: Max Stein - Laser 4.7 EM vom 24.07. bis 31.07.2010 in Hourtin/Frankreich

Der Bericht über diese Meisterschaft ist einer, den ich endlich mal mit einem Lächeln auf dem Gesicht verfassen kann! Denn nun hat sich die harte Arbeit ausgezahlt und mein erster großer Titel ist mir nicht mehr zu nehmen.

Am 21. Juli ging es mit vollgepackten Koffern und einem sehr guten Gefühl über die bevorstehende Meisterschaft am Ulmer Hauptbahnhof los. Von dort aus ging es nach Stuttgart an den Flughafen, von wo aus ich über Paris nach Bordeaux flog. Dort wartete mein Trainer, David, schon auf mich. Wir sammelten noch die restlichen schweizer Teammitglieder ein und bezogen dann, kurz nach Mitternacht, unseren Bungalow auf dem Campingplatz !

Die nächsten Trainingstage verliefen eher suboptimal, die Verhältnisse waren schwierig, Wind zwischen 5-15 Knoten, extrem drehig und böig.
Hinzu kam noch eine Erkältung, die mich schlussendlich am Tag vor der ersten Wettfahrt ans Bett fesselte.

Doch der Erholungstag, ein versäumtes, so wie so sinnloses Practice Race, eine finale, mentale Vorbereitung und eine -Paracetamol-Kur- taten mir augenscheinlich sehr gut, und ich startete in die Regatta mit den Plätzen 4 und 1, was mir am Ende des Tages Platz 3 bescherte.

Mit dem Ziel, die Qualifikation ohne BFDs, Gelbe Flaggen oder Läufen jenseits der Top 10 zu überstehen, war der zweite Tag auch durchaus positiv. Nach jeweils mäßigen ersten Kreuzen konnte ich mich immer wieder unter die ersten 10 kämpfen. Mit den Plätzen 10 und 9 fand ich mich dann auf Gesamtrang 7 wieder.

In den dritten Tag hätte ich nicht besser starten können, ein Laufsieg. Doch danach bestrafte mich eine kleine Unaufmerksamkeit beim Start umgehend, und ich konnte die erste Bahnmarke nur mit zwei Booten hinter mir runden. Am Ende konnte ich zwar noch 20 Plätze gut machen, jedoch war ein 34. Platz nicht das, was ich wollte. Da ich aber bislang noch keinen hohen Streicher besaß, hieß es am Ende des Tages: Rang 5!
Wenn man sich die Ergebnisliste ansah, konnte man feststellen, dass eigentlich jeder unter den ersten 10 schon einen Streicher hatte.  Die Devise für den nächsten Tag war klar: kein weiteres hohes Ergebnis!

Der letzte Tag der Qualifikation war äußerst positiv für mich. Meine direkten Konkurrenten fuhren bei extrem schwierigen Windverhältnissen meist sehr hohe Ergebnisse ein, wohingegen ich mit einem zweiten und einem achten Platz die guten Ergebnisse der vorhergegangenen Tage bestätigen konnte. Ganz zufrieden war ich trotzdem nicht. Im zweiten Lauf des Tages verlor ich 3 Plätze auf der letzten Kreuz. Trotz allem ging ich als Führender in die Goldfleet Races!

Im Laufe des ersten Tages der -Final Series- konnte ich meine konstanten Ergebnisse wiederholen. Der Kroate kam im ersten Lauf mit den extremen Drehern und Winden zwischen 2 und 15 Knoten nicht so gut klar, und punktete sehr hoch. Ich hingegen konnte einen soliden 11. Platz ins Ziel bringen.
Im zweiten Lauf behielt ich den Kroaten im Auge und ging als 6., ein Platz vor ihm, ins Ziel!
Da heute der zweite Streicher mit in die Wertung kam, befand ich mich zwar immer noch auf Goldkurs, jedoch war der Vorsprung denkbar knapp. Nur zwei Punkte auf den zweiten (Kroate) und 6 Punkte auf den dritten (Ungar).

In der Nacht vor dem letzten Wettfahrttag schlief ich nicht viel. Die Nervosität war sehr groß! Die Windprognosen deuteten auf Warten hin, denn es war kein Wind angesagt! Während alle anderen Segler Fußball spielten oder baden gingen, versuchte ich die Konzentration hochzuhalten, denn die Möglichkeit, dass es noch weitere Rennen geben wird, bestand. Und so kam es schlussendlich auch, obwohl ich mir natürlich wünschte, dass keine Rennen mehr stattfinden, gingen wir raus aufs Wasser. Der Start verlief alles andere als optimal, jedoch konnte ich mich mit dem Rhythmus der Dreher wieder vorkämpfen und rundete die erste Tonne unter den ersten 10.  Dennoch waren alle ganz eng beisammen. Der Kroate war aus dem Spiel, denn er war extrem weit hinten. Aber der Ungar rundete die erste Tonne als erster. Auf dem Halbwind konnte ich mich auf Platz 6 vorarbeiten. Das Gate rundete ich als 4er! Doch am Ende der zweiten Kreuz verpasste ich einige Dreher und rundete die Luvtonne als 8er! Der Ungar befand sich immer noch auf dem ersten Platz. Mit einem sehr guten Vorwind konnte ich mich dann jedoch noch auf Platz drei vorarbeiten und sicherte meinen dritten Platz! Bis ins Ziel - mein erster Titel war mir sicher!

Ein spezieller Dank geht an meine Familie, die mich jetzt schon seit vielen Jahren in guten wie in schlechten Tagen kompromisslos unterstützt!

Des Weiteren will ich mich auch bei dem Schweizer Team bedanken, das mich toll aufgenommen hat und während der gesamten Europameisterschaftserie geschlossen hinter mir stand!

Ein herzliches Dankeschön auch meine Sponsoren, Fa. Ultramarin -Herr Meichle- Kressbronn, Yacht Club Langenargen und Fa. Fritz u. Macziol –Ulm, welche mich finanziell und materiell unterstützen und solch ein Ergebnis erst möglich machen!

Max Stein
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