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23.07.2011: Svenja Stein - Damen EM Laser Radial 2011 Helsinki

Am 27. Juni ging es für mich von Frankfurt aus in Richtung Helsinki. Dort angekommen wurde ich zuerst einmal von extrem sommerlichen Temperaturen begrüßt, die ich dem Wetterbericht zuerst hatte gar nicht glauben wollen. Am Nachmittag bereitete ich dann noch mein Charterboot vor, das ich von einem Freund in Helsinki bekommen habe. Anschließend bezog ich dann mein Zimmer bei meiner Gastfamilie.

Dienstag, 28. Juni
Ich bin mit den finnischen Seglern aufs Wasser gefahren, da der Rest des deutschen Teams erst im Laufe des Tages ankam und deswegen noch nicht segelte. Das Wetter war weiterhin super und der Wind war morgens um die 7 Knoten und frischte nachmittags auf etwa 9-10 Knoten auf. Es war ein guter Tag, um mich an die Bedingungen zu gewöhnen.

Am Mittwoch, den 29. Juni brachte ich mein Boot von einem kleineren Hafen in den Wettkampfhafen und machte mich so weit mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut. Das Gebiet war sehr groß, und man musste teilweise große Laufwege vom Parkplatz bis zum Bootspark zurücklegen. Es war jedoch verwunderlich, wie wenige Boote sich nur 3 Tage vor Regattabeginn im Hafen befanden.

Am Donnerstag, den 30. Juni traf ich mich dann um 9.30 mit dem Deutschen Team im Regattahafen zum Training. Da wir auf unserer Regattabahn trainieren wollten, und diese relativ weit von unserem Hafen entfernt war, wurden wir auf unsere Bahn geschleppt. Anfangs war der Wind noch relativ leicht (um die 8 Knoten), doch nahm er dann auf etwa 15 Knoten zu, sodass ich schon ganz ordentlich hängen musste. Nach 3 Stunden hatten wir unsere Einheit absolviert und fuhren zurück an Land. Dort hatte ich zum Glück die Möglichkeit, schon früher als die anderen zu vermessen, da ich noch an diesem Abend nach Hause zurück flog, um meinen Abiball nicht zu verpassen. Als bei der Vermessung alles gut gegangen war, konnte ich noch schnell duschen, meine Sachen packen und machte mich dann wieder auf den Weg in Richtung Flughafen.

Freitag, 1. Juli
ABIBALL in Ulm

Am Samstag, den 2. Juli nahm ich dann den ersten Flug in Richtung Helsinki und schaffte es gerade noch rechtzeitig, um mit den Anderen vom Motorboot aus das Practice Race anzuschauen. Leider erwies sich dies als enttäuschend, da nur etwa 12 Boote daran teilnahmen, und sich die Fahrt aufs Wasser nicht wirklich gelohnt hat.

Sonntag, 3. Juli
Der erste Start war um 11 Uhr geplant, und wir fuhren pünktlich aufs Wasser. Der Wind war leicht und die Sonne schien auch weiterhin. Ich war in der gelben Gruppe und hatte den ersten Start. Nachdem ich beim Start leider etwas spät angezogen bin und somit etwas versackte, konnte ich dank vieler Dreher und instabilen Windverhältnissen noch aufholen und kam als 19. ins Ziel. Im 2. Lauf erging es mir ähnlich und ich überquerte die Ziellinie als 22. Am Ende des ersten Tages lag ich somit auf Platz 40.

Montag, 4. Juli
Wie der Wetterbericht vorausgesagt hatte, zog heute ein kleines Tiefdruckgebiet über Helsinki, und das Wetter war zum ersten Mal kälter bei geschlossener Wolkendecke. Der Wind wehte mit 10-15 Knoten und war auch an diesem Tag nicht wirklich stabil. Leider erwischte ich 2 Mal keinen optimalen Start und hatte keine Chance mehr, mich nach vorne zu kämpfen, was teilweise auch daran gelegen hat, dass bei Hängebedingungen viele anderen Segler schneller als ich waren. Meine Platzierungen des Tages waren ein 38. und ein 40. Platz, womit ich dann auf Platz 60 lag.

Dienstag, 5. Juli
Die Wolken hatten sich wieder verzogen und das gute Wetter war zurückgekehrt. Nach diesem Tag wurden die Laser in Gold und Silber eingeteilt und mein Ziel war es noch in die Gold Gruppe zu kommen, für welche ich noch 6 Plätze gut zu machen hatte. Im ersten Lauf des Tages erwischte ich einen guten Start und befand mich den ganzen Lauf unter den ersten 10. Zwischendurch konnte ich noch ein paar Plätze gutmachen, aber die verlor ich leider dann auf dem Vorwind wieder. Ich ging als 10. durchs Ziel. Beim Start des 2. Laufes trat leider das Worst-Case-Szenario ein. Ich war zu weit links und kam nicht mehr um das linke Startschiff, weswegen ich an der Ankerleine hängen blieb und das Startschiff berührte. Bis ich dann endlich gestartet war, waren die anderen schon ein ganz schönes Stück weggesegelt. Da meine Optionen jetzt sehr eingeschränkt waren, nahm ich jeden Dreher mit und kämpfte mich langsam wieder an die Anderen heran. Zu meinem Glück erwischte ich einen extremen bleibenden Linksdreher, als ich auf der linken Seite war und machte damit sehr viele Plätze gut. Die Luvtonne konnte ich somit als 17. runden. Da der Wind jedoch fast einschlief und wir uns gegen Ende kaum noch fortbewegten, verlor ich leider kurz vor dem Ziel noch 5 Plätze und ging als 23. durchs Ziel. Nach diesem Start war ich damit immer noch sehr zufrieden und hoffte, dass es mir noch ins Gold Fleet reichen würde. Eine Stunde nachdem ich vom Wasser gekommen war, hatte ich dann Gewissheit; ich war im Gold Fleet.

Mittwoch, 6. Juli
Bei sehr leichten Windbedingungen lief es bei mir leider nicht so gut. Ich traf leider ein Paar taktische Fehlentscheidungen und konnte so die Dreher nicht optimal mitnehmen. Im ersten Lauf konnte ich noch ein paar Plätze gut machen und wurde 33. Im zweiten Lauf war dies leider nicht mehr möglich und ich musste mich mit einem 42. abfinden. Im Gesamtergebnis war ich nun auf Platz 51.

Donnerstag, 7. Juli
Um 9 Uhr begann das lange warten; Startverschiebung an Land. Leider hatte die Wettfahrtleitung keine Zeit bekannt gegeben, wann es eine Entscheidung geben sollte, weswegen wir uns die Zeit im Hafen vertreiben mussten. Die endgültige Entscheidung traf die Wettfahrtleitung dann gegen 16.30 Uhr. Heute keine Wettfahrt mehr. Dies fand ich sehr schade, da ich gerne noch meine Platzierung verbessert hätte und für Freitag nur noch ein Lauf angesetzt war.

Freitag, 8. Juli
Start war wieder um 11 Uhr und wir fuhren wieder pünktlich aufs Wasser. Nach einer halben Stunde Startverschiebung, startete dann das Gold Fleet. Der erste Start war ein Massenfrühstart. Im 2. Versuch erwischte ich einen sehr guten Start auf der linken Seite und kam richtig gut raus. Ich konnte meinen Plan sehr gut durchsetzten und schaffte es, die Luvtonne als Erste zu runden. Leider konnte ich meine Position auf dem Vorwind nicht ganz halten, da mir das Feld im Nacken saß und verlor 5 Plätze. Auf der 2. Kreuz konnte ich meine Position halten und der 2. Vorwind lief auch besser. Unglücklicherweise verlor ich durch einen Dreher auf der Zielkreuz noch 2 Plätze und kam als 8. ins Ziel.

Im Endergebnis erreichte ich so Platz 42 und war beste Deutsche Seglerin. In der U21 Wertung war ich 13. Mit meiner Endplatzierung war ich sehr zufrieden, da ich ja dieses Jahr leider noch nicht so viele Trainingstage gehabt habe.

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