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10.08.2010: Svenja Stein - Laser Radial Youth World Championship 2010

Erfasst von Svenja Stein

Am 17. Juni ging es ab für mich nach Glasgow. Ich hatte das Glück, dass mein Boot von Familie Feuerherdt mitgenommen werden konnte und Mama und ich so fliegen durften.
Als wir in Glasgow angekommen waren, durften wir uns gleich an die etwas anderen, wesentlich kälteren Temperaturen erfreuen. Da hat der Wetterbericht also doch recht gehabt. Mit dem Taxi fuhren wir dann nach Largs und bezogen zusammen mit Familie Bühler unser Cottage.

Am 18. Juni ging ich mein Boot aufbauen und die Teile zu überprüfen, ob nach dem langen Transport noch alles in Ordnung war. Danach hatte ich das Glück, mich in der langen Vermessungsschlange etwas weiter vorne anzustellen und kam so relativ schnell durch die Vermessung. Leider musste ich die gewonnene Zeit dann beim Anmelden wieder etwas einbüßen, aber ich war froh, dass alles reibungslos verlaufen ist.

Der 19. Juli war der Tag des Practice Races. Leider begann der Tag regnerisch und sehr kühl. Mein bitten nach Besserung wurde nicht erhört, sodass ich mich eben doch ins nasskalte Wetter hinaus wagen musste. Da die anderen Deutschen beschlossen hatten, nicht am Practice Race teilzunehmen, fuhr ich alleine aufs Wasser. Ich durfte aber sehr schnell feststellen, wie weit unser Wettfahrgebiet eigentlich vom Hafen entfernt war. Deswegen fuhr ich nicht ganz so weit raus und machte ein paar Schläge auf halber Strecke und drehte dann wieder um. Wenigstens hatte ich nun gesehen, dass man eine Ewigkeit zum Rausfahren braucht und ich das vor allem an den Wettfahrttagen schon beim Aufstehen mit einplanen musste. Abends war dann noch Eröffnung, die zum Glück nur mit einem kurzen 500m Lauf vonstatten ging. Uns voran zogen Dudelsackspieler und die Stimmung war gut. Das Wetter war zu dem Zeitpunkt sogar trocken.

Dienstag, der 20. Juli begann, wie schon der Wetterbericht vorhergesagt hatte mit warten. Da unsere Area so weit draußen war, wollte uns die Wettfahrtleitung nicht zumuten, den ganzen Tag auf dem Wasser zu warten. Es gab stündliche Ansagen zu der aktuellen Situation auf unserem Kurs, die aber nur unstabilen und etwa 2 Knoten starken Wind ansagten. Gegen 15 Uhr hieß es dann aber doch, dass sich die Windsituation auf unserer Area gebessert hätte und alle fuhren raus. Leider war die Brise schon wieder weg bis wir nach ca. 1,5 Stunden ankamen. Wir warteten noch ein bisschen, doch kam kein Wind wieder auf, sodass alle wieder zurück in den Hafen geschickt wurden.

Auch am Morgen des 21. Julis sah es kaum verändert zum Vortag aus. Also durften wir auch zuerst wieder auf den Wind warten. Mittags besserte sich die Situation dann, sodass wir gegen 14.00 Uhr aufs Wasser geschickt wurden. Der Wind war anständig, zwischen 6-8 Knoten. Am Anfang vielleicht mal die eine oder andere Böe bis 10 oder 12 Knoten, aber gegen Ende des Tages schwächte der Wind dann eher ab. Nach einem guten Start und den richtigen taktischen Entscheidungen, konnte ich im ersten Lauf einen 6. Platz ersegeln. Leider drehte der Wind im zweiten Lauf kurz nach dem Start nach links und da ich rechts gestartet war, konnte ich nicht mehr als Platz 17 erreichen. Mit diesen 2 Läufen war ich nach dem ersten Tag auf dem 16. Platz.

Am 22. Juli war auch wieder warten angesagt. Nachmittags sah es dann aber schon besser aus, sodass wir den 3. Lauf starten konnten. Nach einem sehr gelungenen Start auf der linken Seite, konnte ich mit meiner guten Geschwindigkeit ganz vorne mitfahren und nach einer guten 2. Kreuz und einer guten Zielkreuz konnte ich den 3. Lauf mit Platz 3 abschließen. Im 2. Lauf entschied ich ganz recht zu starten, was ebenfalls die richtige Entscheidung gewesen ist. Dadurch war ich wieder in der Top 5 gelandet und konnte dann wieder auf der Kreuz einige Plätze gut machen und die Ziellinie als 2. überqueren.
Mit diesen Top Ergebnissen fand ich mich am Abend auf Platz 4 wieder.

Am 23. Juli hatten wir schon morgens Wind, also fuhren wir endlich mal pünktlich aufs Wasser. Wir hatten ca. 8 Knoten Wind, die aber im letzten Lauf auf etwa 3-5 Knoten abflauten. Ich war mir leider in allen 3 Läufen nie ganz sicher, wie der Wind nun drehen würde, weswegen ich nicht ganz die Top Platzierungen vom Vortag wiederholen konnte. In den ersten beiden Läufen belegte ich beide Male Platz 13 und den letzten Lauf konnte ich, nach einem fast endlos langem Vorwind mit schon sehr abgeflautem Wind und frühem Zieleinlauf am Gate, mit Platz 11 abschließen.
Nach diesen 3 Läufen war ich nun auf Platz 10.

Am 24. Juli begannen die Finalläufe (ich war im Goldfleet), von welchen man maximal einen streichen konnte. Start war um 12.00 Uhr angesetzt und wir wurden wieder pünktlich aufs Wasser geschickt. Windsituation: 12-13 Knoten. Dazu kam noch eine richtig nervige, kurze Kabbelwelle. Der erste Lauf begann für mich mit einem weniger guten Start und ich war auch nicht mit meiner Geschwindigkeit zufrieden. Die Welle hat einfach meinen Speed gekillt. Noch dazu kam, dass ich einen Winddreher nicht richtig mitgenommen hatte, was mir dann im Ziel einen 35. Platz einbrachte. Im 2. Lauf lief es leider noch schlechter. An meiner Geschwindigkeit hatte sich nichts geändert; Platz 40.
Ich fand mich am Ende des Tages auf Platz 16 wieder.

Am 25. Juli brach dann auch der letzte Lauf im kühlen Schottland mit einer ähnlichen Situation wie am Vortag an. Etwa 12 Knoten Wind. Mein erster Start war gut und ich lag am Anfang noch auf Platz 10. Auf dem ersten Vorwind und der 2. Kreuz verlor ich leider einige Plätze und musste mich am Ende des Laufes mit einem 16. Platz begnügen. Im 2. Lauf des Tages und letzten der WM, war nur schwer vorherzusagen, wie die Windsituation sich entwickeln würde. Nach langem warten auf den Start des Silberfleets, hatte der Wind auf etwa 5 Knoten abgeschwächt. Nur die Kabbelwelle war noch vorhanden. Ich entschied mich, in der Mitte zu starten und meine Optionen offen zu halten, ich entschied mich dann eher links zu fahren, was sich dann leider als sehr schlecht herausstellte. Der Wind wurde dann zwar wieder etwas mehr, doch leider konnte ich kaum Plätze gut machen. Ich musste einen 35. Platz einstecken.

Meine Gesamtplatzierung war Platz 21, mit welcher ich leider nicht ganz zufrieden war, da ich ja in den ersten Tagen deutlich gesehen habe, dass auch mehr drin ist.

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