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15.06.2012: Treffen der schwimmenden Schönheiten

Bodensee wird zum dritten Mal Austragungsort des größten Riva-Treffens Deutschlands, der -Riva Classics Bodensee 2012-

KRESSBRONN-GOHREN/MÜHLHOFEN - Carlo Riva, der im August dieses Jahres 90 Jahre alt wird, wäre stolz auf diese Veranstaltung auf dem Bodensee: 30 der klassischen Riva Daycruiser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden zum Wochenende des 30. Juni und 1. Juli 2012 nach Kressbronn-Gohren gebracht, um bei den nunmehr dritten -Riva Classics Bodensee 2012- in Mahagoni und Chrom zu glänzen. Höhepunkt wird der Concours d Elégance am Sonntagmittag sein, wenn sich die Rivas vor der Hafeneinfahrt treffen.

-My old ladies- hat der Italiener Carlo Riva die von 1950 bis 1996 gebauten Rivas immer genannt. Seine Ladies, das waren schon früh Symbole für Luxus, Geschwindigkeit und Schönheit auf dem Wasser. Gefahren wurden sie von Gunter Sachs, Jean-Paul Belmondo, Sean Connery, Sophia Loren oder Monacos verstorbenem Fürst Rainier. Heute sind die Sebino, Corsaro, Florida, Ariston, Tritone und die in drei unterschiedlich starken Versionen mit zwei V8-Motoren im Heck nur 769 Mal gebaute Aquarama schwimmende Wertanlagen. Genauso begehrt ist auch die 1.004 Mal ausgelieferte Ariston. Schließlich wurde in der Werft von Carlo Riva in Sarnico am norditalienischen Iseosee von 1950 bis 1996 rund 4.300 Holzboote gefertigt. Die letzten sieben Boote verließen als Aquarama Spezial die Hallen des -Ingegnere-.

Weltweit dürften heute noch 2.000 der in Serie gefertigten Mahagoniboote mit Einbaumotoren existieren. Mittlerweile gehört das Unternehmen Riva zur Ferretti-Group. Die neuen Yachten erreichen aber unter den echten Rivaristi längst nicht mehr den Ruf der klassischen Daycruiser mit den blubbernden V6- und V8-Motoren und dem im Corvette-Stil nachempfundenen Cockpits mit viel Holz, Chrom und Leder.

Wie selten die Boote sind, wird besonders in der Werfthalle von Andreas Hagner in Uhldingen-Mühlhofen deutlich, wo ständig mehrere Rivas restauriert werden. -Angefangen wird bei mir immer an der Bodenplatte, denn die ist das wichtigste Bauteil, Sie fahren ja auch nicht mit defekten Reifen auf der Straße rum-, erzählt der Bootsbaumeister. Andreas Hagner, der die Boote erfurchtsvoll -schwimmende Kulturgüter- nennt, genießt mit seinen äußerst präzisen, fachkundigen Arbeiten einen hervorragenden Ruf unter den Rivaristi. Dieser reicht von Hamburg bis Lugano.

Oft monatelang liegen die an den Bodensee gebrachten Boote in der Werfthalle in Mühlhofen. Dort werden sie bis auf die letzte Schraube auseinander genommen, bekommen neue Mahagoni-Rumpfbeplankungen oder komplett revidierte Motoren. Viele seiner Kunden kommen aber auch vom Bodensee. -An den Liegeplätzen und in gut verschlossenen Bootsgaragen dürften 36 Rivas jeglicher Größe schwimmen-, schätzt Rudolf Rück. Die genaue Zahl bleibt aber geheim. Genauso, wie Andreas Hagner seine Kunden nie beim Namen nennt. Der Friedrichshafener Rudolf Rück ist der Vertreter des Riva Club Deutschland und Organisator des nach 2005 und 2008 nunmehr dritten Riva-Treffens in der Marina ULTRAMARIN in Kressbronn-Gohren. Parallel dazu wird das große Hafenfest in der Marina gefeiert.

Zu bewundern sind die Rivas bereits am Freitag, 29. Juni, vor dem ULTRAMARIN-Fachmarkt. Oder man trifft sie am gleichen Tag, gegen 12 Uhr, im Gnadensee vor der Insel Reichenau. Am Samstagmorgen gibt es die Ausfahrt von Wasserburg bis Bregenz. Besonders attraktiv für Zuschauer dürfte der Concours d Elegance am Sonntagmittag (1. Juli) sein. Um 13 Uhr ziehen dann die Rivas auf dem Bodensee vor ULTRAMARIN ihre Kreise.

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