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18.11.2011: Max Stein - Abschlussbericht Saison 2011

Wieder ist eine Segelsaison vorbei und es ist an der Zeit Bilanz zu ziehen.
Ich startete in meine erste Saison im Laser Radial mit dem Europacup in Torbole.
Wie so oft am Gardasee herrschte der übliche Wind.
20+ Knoten waren an der Tagesordnung. Nachdem im Winter viel an der körperlichen Fitness und der Technik trainiert wurde, waren die Erwartungen dementsprechend groß!
Doch schon nach dem ersten Tag war klar, dass es nicht reichen würde um ganz vorne mitzumischen. Der Speed war leider noch nicht gut genug um mit den ersten 10 mitzuhalten und auch die Starts hatten noch Luft nach oben. Die Probleme zogen sich durch die ganze Regatta hindurch und am Ende reichte es –nur- zu einem 62 Platz unter 214 Teilnehmern.

Nach diesem ersten Vergleich ging ich zu einem zweiwöchigen Trainingslager in die Dominikanische Republik. Es wurde sehr intensiv gearbeitet. Eine bessere Vorbereitung auf die anstehende Ausscheidung zur ISAF Youth WM in Kiel konnte ich mir nicht vorstellen.
Während der Regatta herrschten sehr leichte Winde aus wechselnden Richtungen.  Mit einem 3 Platz im ersten Lauf startete ich gut in den Wettkampf. Leider verhinderte eine fragwürdige Juryentscheidung auf der Zielkreuz des zweiten Tagesrennen eine ähnliche Platzierung und ich kam als 7 ins Ziel!
Am zweiten Tag war zuerst kein Wind, die Wettfahrten fanden erst am späten Abend statt. Bis 21.30 waren wir auf dem Wasser. Trotz allem konnte ich die Konzentration hoch halten und fuhr  2 Tagessiege ein!
Am letzten Tag ging es in der Goldfleet um alles. Doch auch hier konnte ich meine Serie vom Vortag fortsetzen beendete die letzten beiden Läufe als erster.
Somit gewann ich souverän die Young European Sailing 2011 und qualifizierte mich gleichzeitig für die ISAF WM 2011 in Zadar/Kroatien.

Diese fand 2 Wochen später statt. Zusammen mit dem kompletten Team fuhren wir mit dem Auto zum Austragungsort.
Das besondere an der ISAF WM ist, dass nur jeweils ein Teilnehmer pro Land in der jeweiligen Jugendbootklasse antreten darf. Im Laser Radial nahmen 49 Nationen teil. Nach 3 Tagen Vorbereitung begann die 7 tägige Regatta mit einer pompösen Eröffnungszeremonie.

Der erste Wettkampftag hätte gegensätzlicher nicht sein können. Fulminant startete ich mit einem Tagessieg in die Regatta. Im zweiten Rennen erreichte ich leider nicht das Zeitlimit. Der Wind schlief während der zweiten Kreuz auf meiner Seite komplett ein. Es war nichts zu machen.
Der zweite Tag ging leider so weiter, wie der erste aufgehört hat. Zwei sehr durchschnttliche Rennen. Ein 34 und ein 33 Platz.
Das extrem hohe Niveau der Teilnehmer bestrafte jeden kleinen Fehler sofort!
Am Tag vor dem -Lay-Day- zeigte der Trend nach oben. Die Plätze 13, 27 und 8 ließen mich mit einem positiven Gefühl in den Ruhetag gehen.
Dieses konnte ich bis in den vierten Regattatag mitnehmen. Die Plätze 6 und 2 katapultierten mich in die Nähe der Top ten!
An den letzten beiden Tagen lief es jedoch wieder nicht ganz rund. Kleine Unaufmerksamkeiten kosteten mich viele Platzierungen. Am Ende kam ich nicht über den 15 Gesamtrang hinaus. 3 Punkte weniger und ich wäre 12 gewesen.

Die ISAF WM war eine unvergessliche Erfahrung. Fast alle Segler befanden sich auf einem Level, Kleinigkeiten machten den Unterschied. Das Niveau dieser Regatta sucht seinesgleichen.

4 Tage später gings dann schon weiter auf die –normale- Laser Radial WM in La Rochelle.  4 Vorbereitungstage erlaubten mir das schwierige Revier genau zu erkunden!
Trotz allem lief es anfangs in der Qualifikation nicht so wie ich es mir gewünscht hatte und so ging ich als 45er in die Gold Fleet. Dort platze dann zum Glück der Knoten und mit der zweitbesten Serie kam ich bis auf Platz 23 von nach vorne. Insgesamt nahmen 271 Segler teil.
Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, auch wenn das Ende der Regatta zeigt, dass eine bessere Platzierung möglich gewesen wäre.

Zwei Wochen später stand dann noch die Deutsche Meisterschaft auf dem Programm. Jedoch war die Luft raus. Die Ausscheidung und die beiden Weltmeisterschaften waren körperlich und geistig äußerst anstrengend. Mit dementsprechend wenig Elan fuhr ich an die Müritz.
Bei bis zu 30 Knoten Wind an Tag 1 und sehr unkonstanten Bedingungen lief nichts zusammen. Zu zwei schlechten Läufen gesellte sich noch ein BFD dazu.
Der zweite Tag lief da schon viel besser. Dieses mal legte die Wettfahrtleitung den Kurs etwas weiter vom Land weg . Der Wind bließ zwar teilweise sogar noch stärker als am Vortag, war aber nicht annähernd so unberechenbar. Mit den Plätzen 6, 3 & 5 konnte ich sehr zufrieden sein.

Auch der nächste Tag lief gut. Ein erster und ein 6 Platz. An Land stellte sich dann aber heraus, dass jemand gegen mich protestierte. Leider verlor ich den Protest und musste, da es nur einen Streicher gab, den BFD mit in die Wertung nehmen.
So beendete ich eine verkorkste Meisterschaft auf dem 28 Platz.

Doch die Enttäuschung war schnell verdaut, denn auf allen großen, internationalen Events, konnte ich meine Klasse beweisen. Im Großen und Ganzen war die Saison 2011 sehr erfolgreich!
Einen großen Anteil daran haben wieder meine Sponsoren.
Einen herzlichen Dank an ULTRAMARIN, Yacht Club Langenargen und natürlich meinen Eltern die mich auch in dieser Saison kompromisslos unterstützt haben.

Neben meiner Laserkarriere, unternahm ich im Oktober noch einen kleinen Exkurs in den 420! Durch meine Ranglistenplatzierung war ich bei der Deutschen Meisterschaft startberechtigt. Nur ganz kurz bereitete ich mich zusammen mit meinem Vorschoter, Simon Grimmel, auf die Meisterschaft vor. Das Boot war ungewohnt, viele Abläufe saßen noch nicht.  
Während der ganzen Meisterschaft fand ich mich nicht richtig zurecht. Dementsprechend war auch das Ergebnis. Nur ein Platz in der Silberfleet.
Es hat mir trotz allem sehr viel Spaß gemacht und ich habe in dieser Woche viele Erfahrungen gesammelt.

Wie es in der Zukunft weitergeht, ist noch ungewiss. Jetzt heißt meine nächste Mission erst einmal Abitur. Was danach kommt steht noch nicht ganz fest. Zunächst bleibe ich aber im Laser.

Euer

Max Stein

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